Amalgamentfernung

Untersuchungen belegen, dass vom Entfernen einer ausgedienten Amal­gam­fül­lung eine oft größere Gefahr ausgeht als von der jahr­zehn­te­lan­gen Liegedauer der Füllung im Mund.
Folgende Gefahren werden beim Entfernen von Füllungen genannt:

  • Einatmen von Quecksilberdämpfen, die beim Herausschleifen von A­mal­gam­fül­lun­gen entstehen.
  • Verschlucken von Füllungsteilen und A­mal­gam­staub.
  • Resorption von Quecksilbermolekülen über die Mundschleimhäute.

Ein erhöhter Quecksilberspiegel im Or­ga­nis­mus ist die nachgewiesene Folge einer Amalgamfüllungsentfernung, sofern nicht wichtige Schutz­maß­nah­men Verwendung finden:

  • Anlegen des Kofferdams zum Schutz der Atemwege und der Mund­schleim­häu­te
  • Zerschneiden der Amalgamfüllung durch Quecksilberstaub und -dampf ver­mei­den­de, langsamdrehende Spezialinstrumente. Die Füllung kann somit in Stücken ent­nom­men werden.
  • Bei besonderer Veranlassung: Sauerstoffsubstitution (mittels kleiner Sau­er­stoff­na­sen­mas­ke) zur Übersättigung der Lungenbläschen mit Sauerstoff und damit Blockade der Aufnahme von Queck­sil­ber­dämp­fen
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